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Big Little Lies Trailer

Big Little Lies

American Beauties

Warum Kleckern, wenn man auch Klotzen kann? Nachdem HBO im vergangenen Jahr mit „The Night Of“ für hochkarätig besetzte Miniserien-Unterhaltung gesorgt hatte, zieht der Premium Cable-Anbieter in diesem Jahr nach. Mit Produzent David E. Kelley („Goliath“, „Ally McBeal“), mit dem Oscar®-nominierten Regisseur Jean-Marc Vallée („Wild“, „Dallas Buyers Club“ und mit einem Darstellergespann, dass selbst verwöhnte Kinogänger mit der Zunge schnalzen lässt: Neben dem Hauptdarstellerinnen-Trio Nicole Kidman, Reese Witherspoon und Shailene Woodley u. a. in „Big Little Lies“ involviert: Laura Dern, Alexander Skarsgard und Zoe Kravitz.

Kidman und Skarsgard in Big Little Lies

Basierend auf dem Bestseller von Liane Moriarty könnte der Stoff rund um die kleinen großen Geheimnisse gar nicht besser passen in eine Zeit, die von alternativen Fakten und allgegenwärtigen großen und kleinen Lügen geprägt ist – auch wenn der Fokus der siebenteiligen Serie sehr viel enger gefasst ist. Im beschaulichen kalifornischen Monterey, von Regisseur Vallée in trügerisch-schemenhaftes Licht getaucht, treibt der erste Schultag gutaussehende und ehrgeizige Wohlstandsmütter mit ihrem Nachwuchs in schicken Karren auf die Straße. Unter ihnen: Die geradewegs „Legally Blonde“ entstiegene Reese Witherspoon als aufgedrehte und bestens über alle Kleinstadtbelange informierte Helikopter-Mom Madeline, die offenbar traumatisierte frisch zugezogene und alleinerziehende Jane (Shailene Woodley) und die erfolgreiche Celeste (Nicole Kidman), die mit einem reichen Unternehmer (Alexander Skarsgard) verheiratet ist. Alle drei bilden eine Schicksalsgemeinschaft, nachdem Janes Sohn des gewaltsamen Übergriffs auf eine Mitschülerin bezichtigt wird und Madeline die junge Mutter gegen die Angriffe von Renata Klein (Laura Dern) in Schutz genommen hat.  Das freilich ist nur die erste einer ganzen Reihe von Erzählebenen, mit denen Regisseur Vallée hier jongliert und die erst nach und nach offenlegen, welch dunkle Abgründe sich hinter den glitzernden kalifornischen Wohlstandsfassaden verbergen. Eingerahmt wird das Geschehen nämlich in seit „Damages“ und „Bloodlines“ nicht mehr ganz ungewöhnlicher „Flash Forward“-Tradition von Ermittlungen zu einem grausamen Mordfall, der sich im Rahmen einer schulischen Wohltätigkeitsveranstaltung ereignen wird und über dessen Opfer uns die Serienmacher (das wiederum kennen wir aus „The Affair“) lange im Unklaren lassen. Immerhin geben die im Umfeld der Polizeiarbeit stattfindenden Befragungen etwas Aufschluss über die Hintergründe zahlloser Animositäten und Lügengebäude, die „Big Little Lies“ im Verlauf von sieben Episoden nach und nach zum Einsturz bringen dürfte.

Witherspoon und Woodley in Big Little Lies

Das ist weder dramaturgisch noch inhaltlich etwas vollkommen Neues: Die Schicksale verzweifelter Hausfrauen kennen wir in etwas hysterischerer Form von den „Desperate Housewives“, die hinter die gutbürgerliche US-Fassade blickende Satire hat ihre Wurzeln zudem in Sam Mendes’ „American Beauty“. Was die Miniserie hingegen ziemlich einzigartig macht, ist – neben der zugegebenermaßen herausragenden Besetzung – der visuelle Einfallsreichtum ihres Regisseurs, der hier mit kurzen Traumbildern und gleißendem Licht für eine konstant trügerische Atmosphäre sorgt, bei der man sich zumindest eines Umstandes gewiss sein kann: Nach dem Ende der letzten Episode werden diese „Big Little Lies“ auserzählt sein. Und das ist in einem Zeitalter serieller Hinhaltung doch mal wieder eine echte Erleichterung.

„Big Little Lies“, ab 19./20.02. auf  Sky On Demand, Sky Go, Sky Ticket // Ab 6.04. auf Sky Atlantic HD

Foto: (c) 2016 Home Box Office, Inc. All rights reserved. / Sky

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